Reiseberichte
Von Michael Dieckmann
Maui condos
Maui ist meiner Meinung nach die Schönste der hawaiischen (nicht hawaiianischen) Inseln. Als Urlauber gibt es auf Maui ein gewisses Pflichtprogramm. Ein Smily ( * )bedeutet, dass sich der Weg lohnt, vier Smilies (****), dass man eigentlich Prügel verdient hat, wenn man diesen Erlebnis auslässt. Die vorliegende Seite beschreibt die Nordostküste.
West-Maui-Mountains (***)
Die Nordküste Mauis beginnt mit den West-Maui-Mountains. Zum einen hinter Lahaina - das Blow Hole. Ca. 10 Meter von der Küstenline entfernt, befindet sich ein Loch mit 1,5 Metern Durchmesser im Lavagestein. Dieses Loch mündet unterirdisch in den Ozean. Sofern nun eine Welle die Küstenlinie erreicht, bündelt sich die Welle in dem unterirdischen Kanal zum Blow Hole. Mit gigantischer Kraft und einem lauren Grollen schießt dann eine Fontäne aus diesem Blow Hole. Je nach Wind und Wellen habe ich schon Fontänen bis zu 20 Meter Höhe erlebt. Bei geringerem Seegang kann man bis ans Blow Hole herangehen und in den Kanal hinunterschauen. Ein Abstieg wäre aber wohl lebensgefährlich. Das Blow Hole ist NICHT großartig gekennzeichnet. Es sind aber ein paar Kilometer von Lahaina herauszufahren. Die Straße wird an einem Parkplatz breiter und auf dem Schotter liegen mehrere (10-15) große Steine am linken Wegesrand. Sofern dort bereits Autos stehen, ist das ein sicheres Indiz das Blow Hole erreicht zu haben. Teilweise sieht man in der Fontäne noch den Regenbogen. Schöner geht es wohl kaum.
Sandy Beach (*)
Wer viel Zeit mitgebracht hat, kann ein paar Kilometer eine wunderbare Bucht besuchen. Der Abstieg lohnt sich für Schnorchelfans, da in dieser Buch die Wellen in der Regel geringer ausfallen als auf der anderen Seite der Insel.
Wedding - Heiraten auf Maui (* bis ****)
Wer auf Maui heiraten möchte (oder sich das Schauspiel der amerikanischen Hochzeiten einmal ansehen möchte), ist in den Hotels (Hotelstränden) vor wie hinter Lahaina an der richtigen Adresse. Dadurch, dass per Gesetz alle Strände frei zugänglich sein müssen, kann man als Tourist sich an den beliebtesten Stränden niederlassen und dabei zusehen, wie heiratswillige Paare im Abstand von 50 Metern am Strand stehen, während Pastor und Fotograf dem Sonnenuntergang hinterher asten, um von jedem Paar ein Foto zu schießen. Der Weg zum Strand ist in den privaten Hotelhochburgen meist nicht ausgeschildert, um einen Zugang lediglich Hotelbesuchern zu ermöglichen. Mit ein bisschen Geduld bei der Such kommt man aber selbst bei den teuersten Hotels legal an den "Privatstrand".
Ulalena - Lahaina (***)
Das alte verschlafene Walfangdorf Lahaina liegt direkt am Fuße der West-Maui-Mountains. Früher Hauptarbeitgeber der Fischindustrie hat sich Lahaina zum Touristenzentrum auf Maui entwickelt. Besonders sehenswert finde ich jedes Mal die Ulalena-Show. Dort wird die Geschichte der Entdeckung Hawaiis nachgestellt und im Rahmen eines Musicals dargeboten. Dadurch, dass die Darsteller von Zeit zu Zeit wechseln und die Ulalena-Show ständig in den Choreographien variiert, ist die Show jedes Mal ein Erlebnis. Zwar kann man sich die Ulalena-CD inzwischen auch illegal aus dem Internet herunterziehen, das wahre "Hang Loose-Feeling" kommt aber nur auf, wenn man sich die Bilder zur CD vorstellen kann. Wer die Aufführungen von Musik, Schauspiel oder Musical mag, sollte in jedem Fall die Ulalena-Show besuchen. Bei dem Ticketerwerb sollte man die Preise vergleichen, da es für viele Personen Rabatte gibt. Man sollte sich im eigenen Hotel oder bei seiner privaten Urlaubsunterkunft erkundigen. Gerade bei den eingewanderten Philippinos oder der hawaiischen Urbevölkerung kommt immer wieder der "Spirit Of Aloha" durch und man hilft dem Urlauber gerne.
Surfen lernen - Lahaina (***)
Das Surfen lernt man am besten am Strand südlich von Lahaina. Dort kommen lange Wellen im Abstand von mehreren Metern mit geringer Höhe an. Man freut sich schon tierisch darüber, auf einem Brett von Wellenkraft betrieben einige Meter zurücklegen zu können. Es ist sehr einfach zu lernen. Man setzt sich auf sein Brett und wartet bis eine Welle vorbeikommt. Dann erfordert es ein wenig Geschick und schon wird man von der ersten Welle an den Strand getragen. Die größte Schwierigkeit besteht nun darin, auf dieses wacklige Etwas aufzusteigen. Hat man es aber einmal geschafft, wird man dieses Gefühl nie wieder vergessen.
Whalewatching in Maalea (****)
In Waalea starten die Walbeobachtungsboote der verschiedenen Boot-Charterer. Wir waren immer mit der Pacific-Whale-Foundation unterwegs, die sich an die Wale heran trieben lassen, um diese nicht zu stören. Von November bis Mai finden sich die Wale in dem erhöhten Becken von Maui, Molokai, Lanai und Kahoolawe rund um Molokini ein, um dort den Nachwuchs auf den Ernst des Lebens vorzubereiten. Gerade im Februar ist die Waldichte am größten und man sprich von einen Whale-Soup. Auch wenn man vom Land aus an den zahlreichen Aussichtstürmen die Wale beim Spielen beobachten kann, so ist es nicht im Vergleich dazu, wenn ein 5 Tonnen-Kollos im Abstand von 6 Metern vom Boot aus dem Meer schnellt und nach einer Eigendrehung den Bootbesuchern eine Erfrischung gönnt. Die Freunde der Fotographie sollten bedenken, dass man durch eine Kamera immer einen eingeschränkten Blickwinkel hat und man dieses Erlebnis mit bloßem Auge genießen sollte.
Tauchkurs - Molokini - Bootstour (***)
Die Bootsfahrt zum wenige Quadratmeter großen Riff Molokini erfordert ein wenig vom Geldbeutel, ist es aber wert. In diesem Riff tummeln sich neben den zahlreichen kleinen bunten Fischen auch eine Menge großkalibriger Meeresbewohner. Wer Angst vor Haien hat, kann sich daher das Treiben vom Boot aus ansehen. Für den Rest geht es mit Schnorchelausrüstung auf Tauchkurs. Schnell ist man mit Rochen und Haien per Du und bekommt den Trigger-Fisch unter die Augen. Der Triggerfisch ist der Nationalfisch von Hawaii. Die Hawaiianer nennen ihn Humuhumunukunukuapua`a. Dieser hat eine doppelt gezackt gefärbte Haut und seine bunten Farben stechen schnell ins Auge. Auf keinen Fall sollte man ein Andenken von diesem Fisch vergessen, da dieses Bild Glück (Happyness) vorsieht, wann immer man es sich anschaut. Man wird also weniger im Lotto gewinnen, aber dafür - der Sage nach - eine innere Glückseligkeit verspüren.
Kihei (*)
Über Kihei weiß ich wenig zu berichten, zwar bin ich ein paar Mal durch den Ort durchgefahren, habe aber kaum Nennenswertes entdecken können (die Einwohner mögen mir verzeihen). Schön ist für Nichtschwimmer der Strand in der Bucht von Kihei. Klares Wasser, kaum Steine und immer Sonne, da die Berge so oder so entgegen der Windrichtung stehen. In Kihei selbst wohnt ein Großteil der Einwohner von Maui (neben Wailuku und Kahalui). Außerdem gibt es dort den Kihei Canoe Club - als Abwechselung auf Maui bestimmt nicht schlecht J .
Makena - Wailea (***)
Fährt man die Küste weiter entlang, so erreicht man Wailea. Die Küste Waileas ist neben Molokini wohl der schönste Schnorchelplatz auf Maui. Es ist so einfach; Schnorchelausrüstung umgeschnallt und einfach auf dem Bauch liegend den zahlreichen bunten Fischen zuschauen. Ab und an schwabt eine Welle einem über den Rücken - sehr behäbig und kraftvoll - sodass man auf dem Rücken mit der richtigen Sonnencreme zwar braun, aber nicht rot wird.
Little Aquarium - Makena (****)
Weiter südlich endet Makena Beach und es beginnen die Wüstenflächen der Aa-Lava. Dieses Lavaform ist sehr spröde scharfkantig, sodass man aufpassen muss, wo man hintritt. Dennoch befindet man sich auf dem richtigen Weg zum absoluten Geheimtipp auf Maui. Um den Weg aber zufinden muss man die Strommasten zählen. Nachdem die Masten von der linken auf die rechte Straßenseite wechseln, muss man die beiden weißen Striche nach dem vierten Strommasten auf der linken Seite suchen. Genau dort beginnt der Pfad durch die Aa-Lava. Nach einer halben Stunde erreicht man das kleine Aquarium. Schon nach der letzten Biegung sieht man die kleine Bucht, die wie ein Hafen einen kleinen Zugang zum Meer hat. Eigentlich brauch man nicht weiter zu schreiben, was denn dort zu tun ist. Die Schwärme von Fischen sieht man bereits von oben und wenn man sich erst auf das Wasser zum Schnorcheln gelegt hat erblickt man die bunten Seesterne, neben den unzähligen vielen kleinen Fischen. Damit endet schon die Reise entlang der Südküste.



















